Entlebucher aus dem Hause Zoeger

Die ersten Tage und Wochen mit einem Welpen

Unser letzter Welpe, Erbse ist nun auch schon 5 Jahre. Hier sind die Erfahrungen von mir, Annette, als Peaches bei uns einzog. Vielleicht eine kleine Anregung an alle Welpenkäufer, die bald einen Welpen haben.

15 Jahre ist es fast her, als ich das letzte Mal einen Welpen hatte. Jünger und dynamischer war die Zeit irgendwie leichter und anders. Hier ein kleiner Erfahrungsbericht, ich hoffe mehr zum Schmunzeln:

zuerst komme die ersten 4-6 Wochen. Am Ende Blödsinn, den Hunde gerne machen

die ersten Wochen

Ich/Wir verlangen als Züchter von jedem Käufer am besten 4 Wochen Urlaub...und das ist auch gut so.

Auch wir hatten etwas mehr als 4 Wochen für den Hund. Klar kann man nicht seinen ganzen Urlaub für den Hund nehmen. Wir haben gestaffelt und versucht alles so zu regeln, dass der Hund in 4 Wochen auf alles vorbereitet werden konnte.

In der ersten Woche habe ich kein Auge zugemacht, da ich immer lauschte, ob die Kleine raus muß. Nach gut einer Wochen mit weniger als 4 Stunden Schlaf am Stück wußte ich kaum noch meinen Namen. Da war es gut einen Partner zu haben, der mich nachmittags absolut unterstützte und ich etwas "abkomern" konnte. Das war eine große Hilfe. Von der Methode einen Wecker zu stellen um dann um zwei oder drei (die Hunde lieben diese Uhrzeit) aufzustehen, den Hund zu wecken und dann rauszugehen, halte ich nicht viel. Sie können sich gar nicht vorstellen was das für ein Hochgefühl ist, wenn der Hund endlich durchschläft (bei uns nach ca. 3 Wochen). Das würden sie dann gar nicht merken und immer schön den Hund und sich selbst wecken. Na gut, zugegeben, ich habe nach 3 Wochen immer noch nicht wirklich gut geschlafen, aber immerhin schon etwas besser. So langsam stellte sich wieder ein "Schlafen" ein.

Peaches schlief von Anfang an neben meinem Bett. Das kann jeder machen wie er möchte, für mich war es einfach so, aus folgendem Grund.

Peaches schlief die ersten drei Wochen in einem Pappkarton, der oben offen war. So konnte ich beim Schlafengehen immer die Hand reinhalten und sie beruhigte sich sofort, kuschelte sich darauf ein und schlief relativ schnell ein (ein Segen für den Menschen, Hunde schlafen schnell ein). Dann zog ich vorsichtig die Hand raus und schlief selbst seelig ein.

Ein Karton ist auch besser, wenn die kleinen spitzen Zähne mal etwas anknabbern.

Jetzt schläft sie in einer Transportkiste, die ich nachts einfach schließe. Zuerst war sie oben offen, so dass ich wieder die Hand reinstecken konnte. Langsam gewöhnte ich sie daran, dass dieses Ritual immer weniger wurde. Jetzt krabbelt sie in ihre Box und wir schließen vorne die "Tür". So kann sie nachts nicht entwischen und irgendwo eine Pfütze machen. Der Vorteil einer Transportbox ist, dass sie sehr klein verpackt werden kann und somit leicht in den Urlaub mitgenommen werden kann. Auch für den Hundeplatz ist es ein guter Ort zum Verschnaufen.

 Man kann, wenn man möchte diese Schlafstätte immer mehr aus dem Schlafzimmer stellen und am Ende an den Ort des Wunsches stellen. So lange Peaches morgens dringends raus muß und manchmal auch mal nachts bleibt sie neben mir.

Mit 11 Monaten schläft sie immer noch neben mir, aber die Tür ist offen. Zum Glück schläft Pi sehr gerne und steht manchmal erst nach uns auf. Wenn sie nachts wirklich mal raus muß (was so gut wie nie vorkommt) höre ich es und laufe ihr hinterher, dass ist o.k. für uns alle.

In den ersten Wochen war die einzige Aufgabe für uns Menschen folgendes:

- Beobachten, beobachten, beobachten. Wer seinen Hund beobachtet hat wenig "Geschäfte" im Haus. Diese Übung ist sehr nützlich. Hunde die nicht stubenrein werden sind oft einfach nicht gut beobachtet.

- beißen wollen wir nicht: Wer eine Familie hat, die sehr gerne tobt und balgt muß sowohl Familie als auch den Hund erziehen. Meistens braucht die Familie länger. Ständiges Wiederholen warum weshalb man dies und das nicht tut sind hilfreich. Wie der Hund braucht auch der Mensch mehrmalige Wiederholungen. Auf Leckerlie kann man hier verzichten. Strafen sollten böse Blicke sein. Wenn der Mensch endlich verstanden hat wird man sehen wie schnell der Hund weniger beißt.

- "Nein" ist ein Wort, was der Hund schnell lernen sollte. Rappelkisten sind ein Segen dafür. Wir hatten ca. 5 Stück überall im Haus. Bestens geeignet sind Chipsdosen gefüllt mit ein paar Leckerlies. Gut verschließen (am besten mit Klebeband). So lernt der Hund, dass das Abschlabbern von Tellern im Geschirrspüler nicht das ist was wir wollen. Anspringen wollen wir nicht; Reißen an Hosen auch nicht, Treppe ist auch pfui (hier hilft auch ein Gitter) usw.

Noch heute (Pi ist 11 Monate) hilft gerade den Kindern eine Rappelkiste das liebe Stofftier oder den Ball wieder zu bekommen.

- Ein Zimmerkäfig ist ein auch ein Segen. Er schadet dem Hund überhauptnicht und ist für das Alleinsein absolut toll!!! Zuerst stand der Käfig im Wohnzimmer. Immer mal ein paar Leckerlies reingelegt, ab und an im Zwinger gefüttert und ein kuscheliges Körbchen reichten aus, dass sich Peaches im Kafig sehr wohl fühlte. Sie wurde hier "eingesperrt" wenn sie gesichert werden sollte (oder irgendwelcher Besuch gesichert werden mußte). Mitlerweile ist der Kafig im Flur und hier kommt sie für eine gewisse Zeit rein, wenn wir das Alleinbleiben üben. Für Peaches ist es kein Problem zwei Stunden in dem Käfig zu bleiben. Sie kennt ihn und schläft friedlich. Allerdings organisiere ich das Alleibleiben so, dass sie vorher genügend "bespielt" und beschäftigt wurde. Generell wird Peaches nach zwei Stunden Wachsein müde. Dann kann man gut das Alleibleiben üben und langsam verlängern.

Wenn der Hund freidlich im Käfig schläft zerstört er nichts und bringt sich und liebgewonnene Gegenstände nicht in Gefahr.

Mitlerweile ist Peaches 11 Monate und schläft sehr gerne in ihrem "Käfig". Ganz entspannt liegt sie in ihm und schnarcht freidlich vor sich hin, selbst wenn die Tür geöffnet ist. Im Urlaub nehmen wir den klappbaren Käfig selbstverständlich mit, so hat sie gleich ihr zu Hause dabei.

Blödsinn, den Hunde gernemachen

Hier finden Sie die Dummheiten von Peaches. Junge Hunde haben viele dumme Ideen. Wenn man die letzten Jahre mit einem sehr gut erzogenen, älteren Hund gelebt hat kann man einiges im ersten Jahr erleben (wir hoffen danach ist es bald vorbei....naja, die Hoffnung stirb zuletzt)

Wenn du einen Welpen nach Hause holst ist an Schlaf erstmal nicht mehr zu denken. Der Hund schläft dafür sehr gut !

Wenn du zwei Stunden den Hund beobachtest passiert nichts, gehst du für eine Minute schnell auf Toilette ist es prompt passiert.

Wenn du auf Toilette mußt, der Hund ist aber gerade wach hast du folgende Möglichkeiten:

1) gehe das Risiko ein und gehe ohne Hund....ich versichere dir, er wird sofort machen

2) nehme ihn mit ins Bad

    - er lernt, dass Toilettenpapier etwas ganz tolles ist ( alles von Anfang an höher anbringen)

    - er verbeißt sich in deine Unterhose während du sitzt. Einen verbissenen Terrier davon zu befreien ist sehr, sehr schwierig

    - er findet die Toilettenbürste und ist schneller als du...den Rest kann man sich vorstellen

Der Badvorleger ist wunderbar für Pipi

Hattest du noch keine Schutztür vor Mülleimer und Papiermüll wirst du ihn schnell haben.

Welpen lieben Taschentücher und Handbesen... Wirklich JEDER Welpe

Taschentücher und Haushaltsrolle ergeben viele tausend, kleine Fetzen

Von Herrchen soll ich schreiben: Ein Taschentuch, Ein Zewa, Weihnachtspapier ergeben wunderbar, viele, kleine Fetzen....Wenn Herrchen sie dann auffegen will kann man herrlich mit dem Besen kämpfen und Herrchen mit dem Hund

Herrchen mag es gar nicht, wenn Frauchen der kleinen Pi eine Haushaltsrolle gibt. Der muß dann nämlich immer alle kleinen Fetzen wegmachen.

                             

Plastikmüll unbedingt sichern, die Tüten sind schnell zerrissen. An einigen Tüten befinden sich rote, lange Bänder. Sie werden gerne gefressen und sind wirklich absolut gefährlich!!!!!

Eine Couch ist was ganz tolles, vor allem wenn man gar nicht rauf darf, es aber endlich schafft.

Socken..mein Gott sind Socken geil! Sie werden immer und sofort verschleppt. Der erste Blick aus der Schlafbox...wo liegen Frauchens Socken.

Unterwäsche aus dem Wäschekorb ist auch spitze! Vor allem wenn Besuch da ist!

Wenn der Hund sich mal übergeben muß, wird er dies IMMER auf einem Teppich machen, alles andere wäre öde. Auch wenn er die ganze Zeit im Garten geschlafen hat, zum Übergeben kommt er rein, denn nur hier ist der Teppich.

Man trifft die Kumpels von nebenan und tobt so richtig rum. Zu Hause wird einem dann übel und wo kotzt man hin... genau...auf den Teppich, nicht auf das Laminat, wo man wischen kann und nur 10cm neben dem Teppich war.

Wenn man einen Hund hat, der alles verbuddelt kann es passieren, dass das eigentliche weiße T-Shirt grün aus der Waschmaschine kommt, da Madame Pi vorher einen grünen Kauknochen in der Wäsche verbuddelt hat!

Man findet ÜBERALL Kauknochen (angefressen oder nicht), Hundekekse und vieles mehr. In der Wäsche, im Bett, im Schuh, in der Arbeitstasche, in Taschen, die man Bekannten gegeben hatte...

Manchmal hat man das Glück, dass an dem Waschmaschinenfenster von Innen ein Hundekeks klebt (nachdem man gewaschen hat, also ist der Keks total aufgeweicht), weil er vorher liebevoll in der Wäsche verbuddelt worden ist.

Peaches versucht sofort jedes etwas größere Leckerlie im Garten zu verbuddeln. Zum Glück gibt es kein Schweineohrbaum, Hundekeksbusch und getrocknete Rinderkehle Pflanzen...

Was man in wenigen Sekunden bzw. Minuten schafft:

Man kann Tapete in einer Sekunde abreißen.

Für Kabel braucht man etwas länger, vielleicht eine Minute, je nach Dicke

Brustgeschirre sind in drei Minuten durch

Einen Karton, den Frauchen eigentlich noch brauchte

Socken zu verschleppen

Löcher im Garten zu buddeln

Die Gurte von der Schondecke im Auto sind auch schnell durch

Spielsachen der Kinder...keine Minute

Fußball...2-3 Minuten

neues Spiel-Stofftier (ein Tag, dann ausgeweidet)

Auch Toilettenpaier läßt sich toll zerreißen...auch viele, kleine Fetzen

....oder die ganze Rolle wird entrollt (das Tatortbild siehe unten)